Jakob Peyer Bild

Die Entwicklung des Deutschschweizer Bildes um 1880

Jakob Peyer, in den 70er Jahren des 19. Jahrhunderts bei A. Bühlmann eingetreten, ist mit grosser Wahrscheinlichkeit der Schöpfer des heutigen Kartenbildes. Sowohl die Details der Kleider als auch die Gesichter der Figuren unserer heutigen Deutschschweizer Jasskarten sind den Karten von Peyer nachempfunden. In Hasle hergestellt wurden die einköpfigen Bilder nach der Vorlage von Peyer nur bis zur Übernahme der Spielkartenfabrik durch J. Müller in Schaffhausen. Müller produzierte noch jahrzentelang die Einköpfigen nach den eigenen Vorlagen. Erst in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts wurden die Peyer Karten als Vorlagen für das doppelköpfige Bild verwendet. Bemerkenswerterweise ist heute nach über 130 Jahren das Peyer Bild immer noch aktuell.

Einköpfiges Kartenbild von Jakob Peyer. Mit Grosser Wahrscheinlichkeit Schöpfer des heutigen Kartenbildes. über 100 Jahre später ist das heutige Kartenbild noch gut erkennbar.

Illustration

Genau dieses Peyer Bild diente Schweizer Jass als Vorlage für die neuen Doppelkopf Bilder so wie sie heute erhältlich sind. Die alten Illustrationen wurden endlich ins 21. Jahrhundert übertragen, mit hohem Respekt für die Arbeit von Jakob Peyer mit einem konservativen Weg der Neugestaltung der wertvollen Illustrationen. Die neuen Karten sollten das traditionelle Bild respektvoll behandeln, diese jedoch in Typografie und Schärfe übertreffen.

Peyer Bild von 1880 und Vektorillustration Schweizer Jass
Peyer Bild von 1880 und Vektorillustration Schweizer Jass
Peyer Bild von 1880 und Vektorillustration Schweizer Jass
Abril Schrift und Handschriftliche Renaissance Antiqua zirka 15. Jahrhundert

Klassfikation
Klassizistische Antiqua (18. Jahrhundert) mit schottisch-römischen Einflüssen modern intepretiert

Merkmale 

  • Dachansätze Majuskel: Gerade
  • Achse der Minuskel «e»: Waagrechter Innenbalken
  • Optische Achse der Rundformen: Senkrecht
  • Serifenübergänge: Eckig
  • Serifenseitenkante: Gerade
  • Serifenunterkante: Steht gerade auf der Grundlinie
  • Stichstärkenkontrast Balken/Querbalken: Sehr stark

Erscheinungsjahr März 2014 von Veronika Burian und José Scaglione

Typografie

Die Typografie wurde optimiert, Kontraste in den Illustrationen angepasst und vieles mehr. Einige hundert Stunden Arbeit stecken in diesem Projekt. Die veralteten Karten wurden unter Beibehaltung ihres traditionellen Designs in einen modernen Zustand versetzt. Natürlich mit dem heute gespielten Doppelbild.

Als Polygraf mit Liebe zur Typografie habe ich besonders auf die Wahl der Schriftart geachtet. Am Ende entschied ich mich für die Schriftfamilie Abril, eine moderne Interpretation einer klassizistischen Antiquität. Die Majuskeln und Minuskeln sowie die Serifen sind gerader, die Übergänge kantiger. Die Schriftentwickler hatten die gleichen hohen Standards wie ich beim Design der Karten: die Liebe zum Detail, die sich durch das gesamte Design zieht.

Grossformatig auf Gebäuden

Unendlich skalierbar durch Vektorillustration

Vektorbasierte Illustration

  • Komplett neu illustriert
  • Unendlich skalierbar ohne Verlust der Qualität
  • Mathematisch definiert mit Bezierkurven
  • Klare technische Umsetzung mit hohem Kontrast und klaren Abgrenzungen

Produktion in der Schweiz

Nebst der Weiterentwicklung des J. Peyer Bild aus dem Jahre 1880 war ein weiteres Augenmerk die Jasskartenproduktion wieder zurück in die Schweiz zu bringen. Leider wird heute der Grossteil der Karten in Belgien oder Deutschland gedruckt. Ein Umstand welcher mich erheblich störte. Vor allem beim Nationalspiel Nr. 1 in der Schweiz. Bei dem die meisten annehmen das dies ja Selbstverständlich sei, dass diese Schweizer Karten auch die Wertschöpfungkette in der Schweiz haben.

 

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Geschichte der Schweizer Jasskarten

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